Sorgen wegen Kinderärztemangel

(Bericht in der HNA am 07.02.2019)

 

Neuer Vorstand und Beirat des FKk e.V. nehmen Arbeit auf

Viel zu tun für die Versorgung der Bürger

Nach den Neuwahlen im Förderverein KreisKlinik Wolfhagen haben sich jetzt Vorstand und medizinischer Beirat zu ihrer ersten Arbeitssitzung getroffen. Der Vorstand hatte sich in seiner letzten Wahlperiode am Gründungsanlass des Fördervereins orientiert und sich zur Aufgabe gemacht mit seiner Vereinstätigkeit und seinen Forderungen an die Politik in erster Linie das Leistungsangebot der Kreisklinik zu verbessern und den Bürgern des Wolfhager Landes das Leistungsspektrum der Kreisklinik bekannter zu machen.


Die aktuelle Bestandaufnahme unter dem Motto  „Wo stehen wir heute als FKk und in welchem Handlungsrahmen können wir etwas machen?“ ergab überraschend mannigfaltige Aufgaben. Großes Augenmerk soll weiterhin auf der Unterstützung der Kreisklinik und des dortigen Personals liegen .

Vorsitzender Dieter Schrader sagte: „In den nächsten 3 Jahren sollte neben diesen Aufgaben die weitere Arbeit des Fördervereins auf der Sicherstellung und dem Ausbau der Gesundheitsversorgung im Wolfhager Land liegen. Insbesondere die gesetzliche gewollte Trennung von ambulanter und stationärer Versorgung hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass eine Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten die Ausnahme ist. Da wollen wir versuchen, Ideen und Lösungen zu entwickeln.“


Sorgen bereitet dem Vorstand und dem Beirat des Fördervereins aber auch die aktuelle Versorgung der kleinen Patienten , da die Nachfolge einer der beiden Wolfhager Kinderärztinnen nach wie vor ungeklärt zu sein scheint. Wenn es nicht gelingt  trotz guter Patientenzahl  und städtischem Förderprogramm zur Ansiedlung von Ärzten eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt für Wolfhagen zu gewinnen, dann leidet die Attraktivität der Stadt nach Meinung des Fördervereins extrem darunter. Kinder sind die Zukunft, und Eltern wollen eben nicht nach Kassel, Baunatal oder Korbach zum Kinderarzt fahren müssen.


Hier sind nun Stadt, Landkreis und GNH gefordert, ggf. ein MVZ-Modell zu erarbeiten, bei dem der wirtschaftliche Druck von jungen Ärzten genommen werden könnte, weil sie dann angestellt  beschäftigt wären. Zudem könnte man so der allenthalben von jungen Ärzten geforderten Work-Life-Balance  Rechnung tragen, da sie als angestellte Mediziner feste Arbeitszeiten hätten.  
Ein deutliches Signal der Politik wäre jetzt wichtig, damit es nicht – wie bei den Gynäkologen – zu einem weiteren Wegfall des Arztsitzes in Wolfhagen kommt.